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Sonntag, 2. April 2017, 17:00 Uhr

Human – Die Menschheit

Dokumentation, Frankreich 2015, Regie: Yann Arthus-Bertrand, Länge: 188 Minuten

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Der französische Dokumentarfilmer Yann Arthus-Bertrand hat uns „Die Erde von oben“ (2004) gezeigt, um „den Zustand der Welt und ihrer Bewohner zu dokumentieren“.
In „Human“ lässt er die Menschen nun selbst zu Wort kommen. Im Lauf von drei Jahren hat er 60 Länder bereist und über 2000 Interviews geführt. Die Männer, Frauen und Kinder, die er getroffen hat, berichten von Hass und Gewalt, von Hunger und Krieg. Die teils erschütternden ­Lebensgeschichten wechseln mit Luftaufnahmen, die nicht nur die Schönheit der Natur einfangen, sondern auch deutlich machen, wie (unterschiedlich) wir leben. „Human“ ist ein Film voller Gegensätze. Verarmte Bauern, deren Boden vertrocknet ist, helfen in Mumbai beim Bau von Luxus­türmen, die auf jeder Etage über einen Swimmingpool verfügen. Wenn eine verzweifelte Arbeiterin über die entwürdigenden Arbeitsbedingungen in einer Textilfabrik in Bangladesch berichtet, wird der Film zur wütenden Anklage gegen Ausbeutung und Globalisierung. Aber es gibt auch andere Geschichten. Sie handeln von der Liebe und vom Glück, das manchmal nur darin besteht, nicht auf dem Boden schlafen zu müssen. Weil die Interviewpartner direkt in die Kamera blicken, fühlt sich der Zuschauer persönlich angesprochen. Die Frage, die in fast allen Erzählungen anklingt, ist die nach dem Sinn des Lebens. Und der besteht – wie Uruguays Ex-Präsident José Mujica eindrucksvoll erläutert – nicht im Konsum. Um das Geld zu verdienen, das wir für die Befriedigung überflüssiger Bedürfnisse ­benötigen, opfern wir je­de Menge Lebenszeit. Doch die kann man nicht kaufen. Sie vergeht einfach.

Einen Trailer gibt es hier: Link

Eintritt frei!

 

Donnerstag, 20.4.2017, 20:00 Uhr

Beyond the Red Lines – jenseits der roten Linien
(Systemwandel statt Klimawandel)

90 min, Original: Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch mit deutschen Untertitel

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Dieser Film porträtiert drei Initiativen im Vorfeld und während des Weltklimagipfels. Er zeigt uns, wie 1.300 Menschen in den Rheinischen Braunkohletagebau eindringen und ihre Körper in den Weg von gigantischen Kohlebaggern stellen, um Europas größte CO2-Quelle für einen Tag lahmzulegen („Ende Gelände“). Im Film kommen Menschen zu Wort, die den Import fossiler Brennstoffe am Hafen von Amsterdam blockieren (Klimacamp „ground control“ & „Climate Games“). Er zeigt uns Menschen, die eine 5.000 km lange Fahrradtour nach Paris machen, um unterwegs unzähligen lokalen Initiativen eine gemeinsame Stimme für eine klimagerechte Welt zu verleihen (Alternatiba).

Der Film dokumentiert ebenfalls, wie anlässlich des Weltklimagipfels trotz des ausgerufenen Notstands Zehntausende ihre Forderungen auf die Straßen von Paris tragen. Weltweit kommt es hierbei zur größten Mobilisierung der bisherigen Geschichte um das Thema Klimawandel mit über 785.000 Menschen auf 2.200 Veranstaltungen in 175 Ländern.

Inmitten gewaltiger Maschinen, empörter kritischer Stimmen und apokalyptischer Tagebaulandschaften wird die Logik eines Systems, das auf endlosem Wachstum beruht, und sein „grünes“ Krisenmanagement in Frage stellt.

Beyond the red lines ist die Geschichte einer wachsenden Bewegung, die „Es reicht! Ende Gelände!“ sagt, zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt.

Einen Trailer gibt es hier: Link

Eintritt frei!

 

Sonntag, 7.5.2017, 18:00 Uhr

Einsam oder Gemeinsam

70 Minuten (gr. m. dt. U.), Thessaloniki 2016, von: Eirini Karagkiozidou, Akis Kersanidis, Aimilia Kouyioumtzoglou, Kiki Moustakidou, Stavroula Poulimeni, Chrysa Tzelepi

Ein Film über das Recht auf Gesundheit und Solidarität in Zeiten der Krise in Griechenland
Einsamkeit ist nicht einfach eine existentielle Frage, sondern Ergebnis der Politik der Krisenmaßnahmen der Memoranden. Solidarität war die Antwort auf die soziale Isolation.
Die Dokumentation über die Solidarische Praxis in Thessaloniki beginnt mit ihrem ursprünglichen Gründungsanlass, dem Hungerstreik von 300 migrantischen Arbeitern im Jahr 2011. Mit dem Erzählen der Geschichten der betroffenen Patienten und der Geschichten der Mitglieder der Solidarischen Praxis versucht der Film, das Phänomen des Ausschlusses von Gesundheitlicher Versorgung einzufangen. Während der schlimmsten humanitären Krise bietet die Praxis medizinische Primärversorgung sowohl für MigrantInnen als auch für GriechInnen, für die die Türen des Nationalen Gesundheitssystems im Zuge der Krise plötzlich geschlossen waren. Zugleich versucht die Dokumentation auch eine Antwort auf die Frage, ob Solidarität durch solche Initiativen und Strukturen einer Gesellschaft implantiert werden können.

Einen Trailer gibt es hier: Link

Anschließend: Diskussion mit Wolfgang Lederer-Kanawin, Erlanger Arzt, der im Mai diesen Jahres bei einer Reise nach Thessaloniki im Norden Griechenlands die Solidarische Praxis in Thessaloniki besuchen wird.

Veranstaltung in Kooperation mit: attac Erlangen, Dritte-Welt-Laden Erlangen, IPPNW Regionalgruppe Erlangen-Nürnberg, verein demokratischer ärztinnen und ärzte (vdää)

Eintritt frei!

 

Wo?

E-Werk, Großer Saal
Adresse:
Fuchsenwiese 1
91054 Erlangen